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Wir haben unserer beliebten OpenSeeFace-Wrapper-Anwendung Facetracker ein paar Updates spendiert. Auch wenn es nach wenig klingt, war es doch mehr Arbeit als erwartet. Hier lesen Sie, was sich in Version 26.8 und 26.8.1 geändert hat.

Einstellungen Laden und Speichern

Zunächst merkt sich Facetracker nun endlich die Einstellungen, die Sie vorgenommen haben. So muss nicht jedes Mal die Webcam oder das Tracking-Modell neu ausgewählt werden. Auch müssen die Server-Einstellungen nicht neu eingestellt werden. Diese speichert und stellt Facetracker nun selbständig wieder her.

Da es sich bei Facetracker um eine GTK4/Adwaita-Anwendung handelt, lässt sich dies recht elegant über das eingebaute GSettings-System lösen. Vielen Dank an dieser Stelle an die GNOME-Entwickler für diese elegante Lösung, die das Speichern und Laden von Einstellungen zu großen Teilen ganz automatisch erledigt.

Unterstützung für aarch64

In früheren Versionen von Facetracker haben wir OpenSeeFace als vorgefertigtes Binärpaket mitgeliefert. Dies hat uns zwar die Bereitstellung als Flatpak-Anwendung auf Flathub erleichtert, aber auch Steine in den Weg gelegt. Zum einen kam unser vorgefertigtes Paket nur für Desktop-Prozessoren (x86_64) daher, somit unbrauchbar für aarch64-Geräte wie etwa ein Smartphone oder einer Raspberry Pi.

Daher haben wir nicht nur die Abhängigkeit von unserem vorgefertigten Paket entfernt, sondern bauen OpenSeeFace nun aus dem Quellcode für alle von Flathub unterstützten Architekturen. Getestet auf einem Raspberry Pi 400.

Ein möglicher Anwendungsfall ist nun, Facetracker auf einem Linux-Phone wie einem Librem 5 oder einem PinePhone auszuführen und die Kamera des Gerätes für das Gesichts-Tracking zu verwenden. Diese Daten können dann an Ihren PC gesendet werden, auf dem eine VTuber-Anwendung wie VTube Studio läuft.

In unseren Tests erreichte ein Raspberry Pi 400 bei einer Videoauflösung von 640 × 480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde ungefähr 7 Bilder pro Sekunde in der Gesichtserkennung.

Schlusswort

So aufgelistet klingen diese Verbesserungen nach nicht allzu viel, sind aber dennoch bedeutsam für die Zukunft von Facetracker. Für zukünftige Versionen ist außerdem eine Neugestaltung der Benutzeroberfläche geplant.

Facetracker kann direkt von Flathub auf jeder beliebigen Linux-Distribution installiert werden.

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